3. Personalbericht

Die SAB beschäftigte zum 31. Dezember 2018 insgesamt 1.005 Mitarbeiter (Vorjahr: 980) sowie zwei Vorstandsmitglieder. Auf Vollbeschäftigteneinheiten (VBE) umgerechnet betrug die Personalkapazität am Jahresende 955,1 (Vorjahr: 933,5).

Der Anteil der Frauen an der gesamten Zahl der Mitarbeiter betrug wie im Vorjahr 64 %. Der Altersdurchschnitt lag zum Jahresende bei 45,6 Jahren. 146 Mitarbeiter (Vorjahr: 127) waren mit zeitlich befristeten Arbeitsverträgen angestellt. Darüber hinaus wurden zum Jahresende 203 Leiharbeitnehmer (Vorjahr: 182) beschäftigt.

Die Bank beschäftigte 253 Mitarbeiter (Vorjahr: 231) in Teilzeit (ohne Altersteilzeit). Es befanden sich zum Jahresende 14 Mitarbeiter (Vorjahr: 23) in Mutterschutz, Elternzeit oder sonstigen Freistellungen sowie 34 Mitarbeiter (Vorjahr: 26) in der Ruhephase der Altersteilzeit. Die SAB beschäftigte am Jahresende 47 Schwerbehinderte und Schwerbehinderten Gleichgestellte (Vorjahr: 43). Bei Neueinstellungen werden bei gleicher Eignung schwerbehinderte Bewerber bevorzugt berücksichtigt.

Die Bank verfolgt aufgrund des mittelfristig zu erwartenden Rückgangs der EU-Fördermittel eine Personalpolitik, mit der eine flexible und wirtschaftlich vertretbare Anpassung der Personalausstattung möglich ist. Neben einem unbefristeten Personalstamm setzt die Bank auf den flexiblen Einsatz von Arbeitskräften (befristete Arbeitsverhältnisse mit und ohne Sachgrund, Leiharbeitnehmer), Altersteilzeitregelungen sowie interne Umsetzungen. Betriebsbedingte Kündigungen wurden nicht vorgenommen. 2018 stellte die Bank 112 Mitarbeiter (Vorjahr: 108) neu ein. 83 Mitarbeiter (Vorjahr: 88) verließen die SAB. Die Fluktuation resultiert im Wesentlichen aus der Befristung von Arbeitsverhältnissen.

Die Bank hat mit ver.di einen Haustarifvertrag zur Leiharbeit geschlossen. Neben einer verlängerten Überlassungshöchstdauer regelt der Haustarifvertrag für Leiharbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen eine Übernahmemöglichkeit sowie ab dem ersten Tag der Überlassung Equal Pay (gleiche Bezahlung) und Equal Treatment (gleiche Arbeitsbedingungen). Die Personalstrategie und die Vergütungsgrundsätze sind in der Geschäftsstrategie der Bank geregelt. Die Geschäftsstrategie wird im Rahmen des Strategieprozesses durch den Vorstand festgelegt und im Verwaltungsrat beraten. Ein Vergütungskontrollausschuss ist nicht eingerichtet. Der Verwaltungsrat wird jährlich hinsichtlich der Ausgestaltung der Vergütungssysteme informiert.

Der Verwaltungsrat der SAB beschließt gemäß Satzung der SAB über die Grundsätze der Beschäftigungsverhältnisse und die Vergütung der Geschäftsleiter.

Die tariflichen Mitarbeiter werden im Rahmen des Tarifvertrages für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken vergütet. Die tarifliche Eingruppierung der Mitarbeiter erfolgt auf Grundlage des Manteltarifvertrages sowie des Gehaltstarifvertrages. Die Vergütung der außer- (AT) und übertariflichen (ÜT) Mitarbeiter richtet sich nach den in der Geschäfts- und Risikostrategie festgelegten Grundsätzen. Dabei richtet sich die Vergütung nach der Komplexität und dem Verantwortungsbereich der jeweiligen Aufgabe. Gleichzeitig wird die Bedeutung einer Position jeweils im Verhältnis zur Bedeutung anderer Positionen betrachtet.

Die von der SAB gewährten Zulagen sind immer an besondere Funktionen gebunden (Funktionszulagen) bzw. werden insbesondere bei außer- und übertariflichen Mitarbeitern gewährt, um für einzelne Gehaltsbestandteile die Tarif- und Rentenfähigkeit im Sinne der betrieblichen Altersversorgung auszuschließen. Die Zulagen sind Bestandteil der fixen Vergütung. Für Funktionszulagen gilt eine Rahmenregelung, welche den Anlass der Zulagengewährung, die Zulagenhöhe sowie die Zulagendauer festlegt. Zielvereinbarungen sind nicht mit finanziellen Anreizen verbunden. Es besteht ein Rahmenkonzept zur Festlegung und Genehmigung von Abfindungen. Im Jahr 2018 wurden Abfindungen in Höhe von 288 TEUR gezahlt. Neueinstellungs- oder Halteprämien wurden nicht gezahlt.

Sowohl bei tariflichen als auch bei außertariflichen Mitarbeitern wurden keine leistungsabhängigen und grundsätzlich auch keine variablen Arbeitsentgelte gewährt. Auf der Basis festgelegter Grundsätze zu den Vergütungssystemen sollen somit etwaige Fehlanreize vermieden werden.

Die Stabseinheiten Risikocontrolling, Compliance und Informationssicherheit (Gruppe Compliance), Innenrevision und Personal bilden die Kontrolleinheiten der SAB im Sinne der Institutsvergütungsverordnung (IVV). Die Vergütung dieser Mitarbeiter ist so ausgestaltet, dass eine angemessene qualitative und quantitative Personalausstattung möglich ist.

Die Bank vergütete zum 31. Dezember 2018 875 Mitarbeiter (Vorjahr: 855) tariflich und 130 Mitarbeiter (Vorjahr: 125) außer- bzw. übertariflich. Die Summe aller fixen Vergütungen (ohne Leiharbeitnehmer) betrug 52,1 Mio. EUR (Vorjahr: 49,6 Mio. EUR).

Gemäß Dienstleistungsvertrag zwischen SAB und SBG ist die SAB verpflichtet, qualifiziertes Fachpersonal bereitzustellen. Der Geschäftsführer der SBG ist ebenfalls Angestellter der SAB und die fixe Vergütung unterliegt dem Vergütungssystem der SAB.

Die Verantwortung für die Ausgestaltung der Vergütung des Vorstandes liegt – nach Maßgabe der Vorgaben des § 25a in Verbindung mit § 25d des KWG – beim Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat legt die Vergütung des Vorstandes fest und regelt diese abschließend in den Dienstverträgen.

Die SAB muss keine Risk Taker identifizieren, da sie im Sinne der IVV als weniger bedeutendes Institut (LSI) eingestuft ist. Die Vergütungssysteme sind angemessen ausgestaltet. Die Gesamtvergütung aufgeschlüsselt nach Geschäftsbereichen ist in der beigefügten Übersicht (Anlage 2) offengelegt.

Die SAB bietet einem Teil ihrer Mitarbeiter eine ausschließlich vom Arbeitgeber finanzierte betriebliche Altersversorgung an. Das Vermögen der Unterstützungskasse der Sächsischen Aufbaubank e.V. belief sich zum Stichtag auf 29,4 Mio. EUR (Vorjahr: 27,6 Mio. EUR). Zum 31. Dezember 2018 waren 400 Mitarbeiter (Vorjahr: 400) Teil dieser Altersversorgung, davon 273 Pensionsanwärter (Vorjahr: 280), 16 ausgeschiedene Pensionsanwärter (Vorjahr: 17) und 111 Pensionsempfänger (Vorjahr: 103). Seit 2011 gibt es für alle Mitarbeiter der SAB eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung. Der Mitarbeiter und die SAB beteiligen sich jeweils mit 2 % der versorgungsfähigen Bezüge. Die Teilnahme ist freiwillig. Eine Leistung der SAB setzt immer eine Leistung des Mitarbeiters voraus. Die Abwicklung erfolgt mittels Rückdeckungsversicherungen bei der Sparkassen-Versicherung Sachsen über die Unterstützungskasse der Sächsischen Aufbaubank e.V. Zum 31. Dezember 2018 beteiligten sich 316 Mitarbeiter (Vorjahr: 313). Die Anzahl der ausgeschiedenen Anspruchsberechtigten betrug zum Stichtag 18 (Vorjahr: 16).

Zum 31. Dezember 2018 sind in der SAB ferner ein Trainee im Nachwuchsführungskräfteprogramm und fünf Studenten im Rahmen eines dualen Studiums an der Berufsakademie Sachsen für ihre praktische Ausbildung in der SAB (Fachrichtungen Bank und Wirtschaftsinformatik) beschäftigt. Für Potenzialträger bietet die Bank ein berufsbegleitendes Master-Fernstudium an.

Im Kalenderjahr 2018 haben insgesamt 987 Beschäftigte der SAB an internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Es handelte sich um ca. 450 Veranstaltungen ( Seminare, Coachings, Workshops und Fachtagungen) mit den inhaltlichen Schwerpunkten Recht, EDV, Kredit, Methodenkompetenz sowie Persönlichkeitsentwicklung. Insgesamt investierte die SAB in die qualitative Entwicklung ihrer Beschäftigten im Umfang von 3.234 Fortbildungstagen, d. h. im Durchschnitt entfielen auf jeden Beschäftigten 2,64 Fortbildungstage bzw. auf jeden Teilnehmer 3 Fortbildungstage.