2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr im Jahresdurchschnitt um 1,5 % an. Die deutsche Wirtschaft ist damit im neunten Jahr in Folge gewachsen, es war jedoch auch der schwächste Wirtschaftszuwachs seit fünf Jahren. So konnte der Handel mit dem Ausland zwar insgesamt weiter ausgeweitet werden, gegenüber dem Vorjahr schwächte sich die Wachstumsrate allerdings ab. Zunehmende Unsicherheit infolge eines immer stärker von Handelsstreitigkeiten, Sanktionen und Strafzöllen geprägten weltwirtschaftlichen Umfelds sowie erhebliche Unsicherheiten in Bezug auf den Brexit bildeten hier wesentliche Einflussfaktoren für den deutschen Außenhandel. Wachstumsimpulse hingegen kamen unverändert vom Binnenkonsum. Das Wachstum sowohl der staatlichen als auch der privaten Konsumausgaben fiel dabei jedoch geringer aus als noch im Vorjahr. Die Investitionstätigkeit stieg dem gegenüber nochmals an, was letztlich auch die unverändert günstigen Finanzierungsbedingungen widerspiegelt. Das strukturell niedrige Zinsumfeld in der Eurozone bestand entsprechend den Erwartungen auch in 2018 fort.

Eng mit der Ausweitung der Wirtschaftsleistung ist die Zahl der Erwerbstätigen verknüpft. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Beschäftigung bis zum Jahresende um rund eine halbe Million Erwerbstätige auf knapp 45 Mio. Personen an. Gleichzeitig weisen die knapp über 800.000 offen gemeldeten Stellen auf die Schwierigkeiten hin, welche Wirtschaft und Staat zunehmend bei der Fachkräftesicherung haben. Mit voraussichtlich 59,2 Mrd. EUR fiel der Finanzierungssaldo des Staates zum fünften Mal in Folge positiv aus. Infolge ist zu erwarten, dass die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP (Maastrichter Konvergenzkriterium) erstmals seit 2002 wieder die Zielmarke von 60 % unterschreitet.

Nach vorläufigen Schätzungen des Dresdner ifo-Instituts wird Sachsen in 2018 mit voraussichtlich 1,2 % ein geringeres Wachstum als in Gesamtdeutschland ausweisen. Infolge der hohen Abhängigkeit Sachsens vom Automobilsektor übte hier ein einmaliger Sondereffekt − der in ganz Deutschland spürbar war − maßgeblichen Einfluss aus. Im Zuge der Einführung eines neuen Prüfverfahrens für Abgasemissionen und Kraftstoffverbrauch (WLTP) im dritten Quartal kam es bei vielen Herstellern zu Zulassungsproblemen und einer spürbaren Ausweitung der Lagerhaltung. Darüber hinaus wirkte sich das außenwirtschaftlich schwierigere Umfeld auch auf die sächsischen Exporte aus. Nach Jahren des Wachstums konnte Sachsen in den ersten drei Quartalen in Summe seine Ausfuhren nicht mehr ausweiten. Starke Rückgänge verzeichneten hierbei die Exporte Sachsens zu seinen zweit- und drittwichtigsten Exportpartnern, den USA und Großbritannien.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich im Hinblick auf die Arbeitslosenquote wie auch im Vorjahr weiterhin positiv. Da jedoch in Sachsen immer mehr Menschen aus dem aktiven Erwerbsleben ausscheiden, bleibt die Fachkräftesicherung verbunden mit einer Steigerung der Produktivität eine der wesentlichen Aufgaben für die sächsische Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung.

Der Wohnungsmarkt hat sich in den letzten Jahren regional zunehmend heterogen entwickelt. Die Wohnungsnachfrage verschiebt sich wie in den Vorjahren weiter zugunsten städtischer Räume, wobei infolge des Preisdrucks inzwischen auch die nahen suburbanen Gebiete profitieren. Auch wenn in den Ballungsräumen Dresden und Leipzig eine steigende Nachfrage, geringe Leerstände und eine gestiegene Bautätigkeit zu verzeichnen sind, ist in vielen Teilen Sachsens ein Anstieg des Wohnungsleerstandes im Bestand festzustellen. Lagen im ersten Jahrzehnt der Rückbauförderung die Problemgebiete vor allem in städtisch geprägten Wohnungsmarktregionen, lässt sich der aktuelle Anstieg der Leerstände vorwiegend in Städten und Dörfern der ländlichen Gebiete beobachten

2.2. Geschäftsentwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durch die Mitarbeiter der SAB insgesamt 28.107 Anträge bewilligt (Vorjahr: 29.071). Darüber hinaus wurden im Rahmen der Abrechnung der bewilligten Vorhaben im vergangenen Jahr mehr als 16.000 Verwendungsnachweise geprüft.

Bewilligte Anträge 2018 nach Förderbereichen

Das Fördervolumen (Neugeschäft) betrug im Berichtszeitraum insgesamt 1.675,5 Mio. EUR und fiel damit um 441,1 Mio. EUR niedriger aus als im Vorjahr. Das geplante Neugeschäftsvolumen in Höhe von 1.950,8 Mio. EUR konnte nicht gänzlich erreicht werden.

Die SAB reichte in 2018 Darlehen mit einem Volumen in Höhe von 319,8 Mio. EUR (Vorjahr: 315,6 Mio. EUR) aus. Der Anteil der Darlehen am gesamten Fördergeschäft betrug 19,1 % (Vorjahr: 14,9 %). Die bewilligten Zuschüsse hatten mit einem Volumen in Höhe von 1.344,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.799,2 Mio. EUR) erneut den größten Anteil an der Förderung. Bürgschaftszusagen wurden mit einem Volumen von 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR) weiterhin nur gering nachgefragt.

Im Bereich Infrastruktur und Kommunales lag das Neugeschäft aufgrund des auslaufenden Programms „Brücken in die Zukunft“ planmäßig unter dem Niveau von 2017. Das geplante Neugeschäft konnte 2018 nicht erreicht werden. Der Bereich verzeichnete insgesamt im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 428,8 Mio. EUR.* Im Wesentlichen beruht dies auf dem späten Start des neuen Programms „VwV Invest Schule“ sowie in Verzögerungen bei der Vorbereitung kommunaler Projekte in den Programmen „Brücken in die Zukunft“, „Schulhausbau- und Sportstättenförderung“ sowie „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung“.

Das Darlehensgeschäft im Förderbereich Wohnungsbau lag 2018 unter dem Planansatz. Prägend für das Zuschussneugeschäft in diesem Bereich war volumenseitig das Landesprogramm „Gebundener Mietwohnraum“, das auch 2019 fortgeführt wird. Trotz des Ausbaus des Darlehensgeschäfts, das mit der Einführung der neuen Programme „Förderung Wohneigentum ländlicher Raum“ und „SAB Baukindergeld Vorfinanzierungsdarlehen“ begonnen wurde, ist im Vergleich zum Vorjahr für den Förderbereich insgesamt ein rückläufiges Bewilligungsvolumen (-37,4 Mio. EUR) zu verzeichnen.

Im Bereich Wirtschaft entwickelte sich die Nachfrage nach der GRW-Förderung (Gemeinschaftsaufgabe zur regionalen Wirtschaftsförderung) aufgrund des zum 01.01.2018 reduzierten Fördersatzes in den Regionen Chemnitz und Dresden wie erwartet rückläufig im Vergleich zum überdurchschnittlichen Vorjahr. Die Mittelstandsförderung war weiterhin stark nachgefragt. Insbesondere die Anpassungen an der Förderrichtlinie im Frühjahr 2018 wirkten sich vor allem im Programmteil der E-Business-Förderung positiv aus. Die Nachfrage nach gewerblicher Technologieförderung blieb hinter den Erwartungen zurück. In Summe wurden in diesem Förderbereich 102,6 Mio. EUR* weniger Mittel bewilligt als im Vorjahr.

Im Förderbereich Bildung und Soziales entwickelte sich die Mittelbelegung im Jahr 2018 überplanmäßig. Gegenüber dem Vorjahr stieg das bewilligte Volumen im Förderbereich insgesamt um 60,1 Mio. EUR* an. Mit dem Fortschreiten der ESF-Förderperiode hat sich der Schwerpunkt von der Bewilligung zur Vorhabensbegleitung verlagert. Somit stehen die Auszahlung und die Verwendungsnachweisprüfung zukünftig verstärkt im Fokus.

Das Neugeschäft im Förderbereich Umwelt und Landwirtschaft war auch im Jahr 2018 maßgeblich durch die Bewilligungen der Wasserwirtschaft bestimmt. Das Bewilligungsvolumen des Vorjahres konnte in diesem Sektor übertroffen werden. Die Planvorgaben in den Programmen zur Förderung der Energieeffizienz und des Klimaschutzes konnten 2018 jedoch nicht erreicht werden. Dennoch ist insgesamt im Bereich Umwelt und Landwirtschaft das bewilligte Volumen gegenüber dem Vorjahr um 67,6 Mio. EUR* gestiegen.

Die Tätigkeit der SAB war neben dem Kundengeschäft stark geprägt von der Durchführung von Projekten zur Digitalisierung der Unternehmensprozesse. Im Rahmen dessen wurde für unsere Kunden die Möglichkeit der elektronischen Antragstellung in ausgewählten Produkten geschaffen. Das Angebotsspektrum des elektronischen Förderportals der SAB wird auch 2019 weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus nimmt die Errichtung des neuen Standortes in unmittelbarer Nähe zum Leipziger Hauptbahnhof mehr und mehr Gestalt an. Die SAB errichtet hier zur Umsetzung des Sächsischen Standortgesetzes ein modernes Bürogebäude. Der neue Standort wird nach aktuellem Stand vorrausichtlich Ende 2020 bezugsfertig sein.

*Aufgrund von Neuzuordnungen einzelner Programme zwischen den Förderbereichen in 2018 kommt es zu Abweichungen beim Abgleich mit Werten der einzelnen Förderbereiche des Lageberichtes 2017

Bewilligtes Neugeschäftsvolumen 2018 nach Förderbereichen (in Mio. EUR)

2.3. Ertragslage

Die wesentlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten haben sich wie folgt entwickelt:

2018 Mio. EUR2017 Mio. EUR
Zinsergebnis93,780,2
Provisionsergebnis7373,9
Ordentliche Aufwendungen, davon:-117,8-107,7
Personalaufwand-68,3-63,2
Sachaufwand (inkl. Absetzung für Abnutzung)-49,5-44,5
Sonstiges Ergebnis2,63,2
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge51,549,6
Neutrales Ergebnis1,45,4
Bewertungsergebnis12,79,1
Zuführung von Vorsorgereserven für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340f HGB-14,7-53,7
Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB-50-9,5
Jahresergebnis0,90,9

Das Zinsergebnis des laufenden Geschäftsjahres verbesserte sich deutlich gegenüber 2017 aufgrund des Wegfalls des negativen Effekts aus dem Vorjahr aus der Auflösung von Makro-Swaps (zur Stabilisierung des Zinsergebnisses für die Folgejahre) und liegt annähernd auf Planniveau (94,7 Mio. EUR).

Das Provisionsergebnis beläuft sich auf 73,0 Mio. EUR und liegt damit nahezu auf dem Vorjahresniveau sowie leicht unter dem Planwert (76,6 Mio. EUR).

Die Erhöhung der ordentlichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus höheren Personalaufwendungen (5,1 Mio. EUR) sowie innerhalb des Sachaufwandes aus einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Anlagen im Bau im Zusammenhang mit dem Neubau der SAB in Leipzig (5,6 Mio. EUR). Die ordentlichen Aufwendungen liegen deutlich unter dem geplanten Wert (129,6 Mio. EUR), insbesondere auf Grund geringerer Personalkosten und geringerer Beratungsaufwendungen im Sachaufwand.

Die Position „Sonstiges Ergebnis“ in Höhe von 2,6 Mio. EUR beinhaltet sonstige betriebliche Erträge (3,3 Mio. EUR) und sonstige betriebliche Aufwendungen (0,7 Mio. EUR). Sie liegt insgesamt über dem Planwert (1,9 Mio. EUR). Das Neutrale Ergebnis setzt sich insbesondere aus Erträgen aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen (0,8 Mio. EUR) zusammen.

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge liegt mit 51,5 Mio. EUR folglich insgesamt leicht über dem des Vorjahres (49,6 Mio. EUR) und auch über dem Planwert des Geschäftsjahres (43,5 Mio. EUR).

Die erforderliche Risikovorsorge konnte um insgesamt 12,7 Mio. EUR reduziert werden. Insbesondere durch Rückflüsse im Kreditgeschäft reduzierten sich die Einzelwertberichtigungen um 7,6 Mio. EUR. Die pauschalen Einzelwertberichtigungen verminderten sich um 0,1 Mio. EUR, die Pauschalwertberichtigungen reduzierten sich zusätzlich um 3,7 Mio. EUR.

Das insgesamt gute Ergebnis vor Risikovorsorge konnte zur Stärkung der Eigenkapitalbasis und damit auch der regulatorischen Eigenmittel genutzt werden. Die Vorsorge für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340f HGB wurde um 14,7 Mio. EUR und der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB um 50,0 Mio. EUR erhöht. Damit konnte sowohl die allgemeine Risikotragfähigkeit als auch teilweise die Kernkapitalquote weiter gestärkt werden.

Der Jahresüberschuss beträgt 0,9 Mio. EUR. Von diesem Betrag wurden 0,2 Mio. EUR den satzungsgemäßen Rücklagen zugeführt. Der Bilanzgewinn in Höhe von 0,7 Mio. EUR soll den anderen Gewinnrücklagen zugeführt werden.

Die Kapitalrendite als Quotient aus Nettogewinn (Ermittlung des Jahresüberschusses vor Berücksichtigung der Bildung und Verwendung der Vorsorgereserve nach § 340f und § 340g HGB) und Bilanzsumme beträgt 0,9 %.

2.4. Finanzlage

Die aufsichtsrechtlichen Regelungen zur Risikobegrenzung wurden sowohl quantitativ als auch qualitativ eingehalten. Die kurzfristige Liquiditäts- Kennzahl Liquidity Coverage Ratio bewegte sich im Berichtsjahr zwischen 205,21 % und 307,04 % (Vorjahr: 146,3 % und 244,0 %).

Die Bank konnte ihren Refinanzierungsbedarf jederzeit über Mittelaufnahmen bei anderen Förderinstituten sowie am Kapitalmarkt in Form von Inhaberschuldverschreibungen (IHS), Schuldscheindarlehen (SSD) und Namensschuldverschreibungen (NSV) decken. Refinanzierungen erfolgten 2018 überwiegend über Neuemissionen am Kapitalmarkt in Form von IHS in Höhe von 150 Mio. EUR, SSD von EUR 120 Mio. EUR und NSV von 30 Mio. EUR.

Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital für die SAB beeinträchtigen können, bestanden nicht.

Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte eine Einzahlung in Höhe von 4,0 Mio. EUR in die Kapitalrücklage der Beteiligung SLS.

2018 hat die Bank Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 31,4 Mio. EUR getätigt. Davon entfallen 27,6 Mio. EUR auf Planungs-, Steuerungs- und ingenieurberatende Tätigkeiten für die Errichtung des neuen Bankgebäudes in Leipzig, auf das Herstellen des Rohbaus sowie auf die Arbeitsvorbereitung der Fassade und teilweise die technische Gebäudeausrüstung. Weiterhin besteht für die SAB aufgrund der Verlegung des Sitzes zum 1. Januar 2017 von Dresden nach Leipzig, in den Folgejahren die Notwendigkeit zu weiteren Investitionen im Rahmen der Errichtung des neuen Bankgebäudes. Für immaterielle Vermögensgegenstände sind 2,2 Mio. EUR aufgewendet worden.

2.5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SAB belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 7.514,9 Mio. EUR (Vorjahr: 7.567,7 Mio. EUR). Die Reduzierung um 52,8 Mio. EUR setzt sich im Wesentlichen aus zurückgegangenen Forderungen an Kunden und gegenläufigen Erhöhungen des Bestandes an Bundesbankguthaben (um 163,5 Mio. EUR auf 443,6 Mio. EUR) zusammen.

Die Forderungen an Kreditinstitute (ohne Bundesbank) erhöhten sich auf 719,6 Mio. EUR (Vorjahr: 698,1 Mio. EUR). Die Forderungen an Kunden gingen auf 5.097,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5.375,0 Mio. EUR) zurück. Die SAB hat Wertpapiere im Gesamtvolumen von 696,2 Mio. EUR im Bestand, was einer Reduzierung um 12,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Auf der Passivseite reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 388,7 Mio. EUR auf 3.328,4 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um 115,0 Mio. EUR an. Der Bestand an IHS betrug zum Berichtsstichtag 820,8 Mio. EUR (Vorjahr: 670,7 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3.328,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3.717,1 Mio. EUR) setzten sich hauptsächlich aus Refinanzierungsdarlehen bei der KfW-Bankengruppe (Kreditanstalt für Wiederaufbau), der Europäischen Investitionsbank (EIB), der Landeskreditbank Baden-Württemberg (L-Bank) sowie der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LRB) zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden belaufen sich auf 1.644,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1.529,8 Mio. EUR) und resultieren aus Mittelaufnahmen auf dem Kapitalmarkt in Form von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen, aus Tagesgeld- und Termingeldaufnahmen sowie aus bewilligten und noch nicht ausgezahlten Fördermitteln. Der Bestand an ausschließlich zu Sicherungszwecken getätigten Derivategeschäften belief sich zum Stichtag auf nominal 3.956,4 Mio. EUR. Das Stammkapital der Bank beträgt 500,0 Mio. EUR.

Die SAB gehört der Entschädigungseinrichtung der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands GmbH an.

2.5.1. Eigenmittel

Das gezeichnete Kapital der SAB im Sinne des Stammkapitals nach FördbankG wird voll-ständig vom Freistaat Sachsen gehalten. Der Gesamtbetrag an Ergänzungskapital setzt sich aus den in den Bestandsschutzregeln enthaltenen Positionen entsprechend Art. 484, 486 und 488, CRR zusammen. In Abzug kommen die immateriellen Vermögensgegenstände entsprechend Art. 4 (115), 36 (b) CRR.

Restlaufzeiten der nachrangigen VerbindlichkeitenNominalwert in Mio. EURDurchschnittliche Verzinsung in %
<= 3 Monate0,00,0
<= 2 Jahre6,03,62
>= 2 Jahre < 5 Jahre24,03,64
>= 5 Jahre72,03,91

Die SAB hat zum Stichtag 31. Dezember 2018 keine Drittrangmittel im Bestand. Das Stammkapital der SBG in Höhe von 110,0 TEUR ist voll eingezahlt. Die SAB ist alleinige Gesellschafterin.

Die folgende Übersicht zeigt die bankaufsichtsrechtlichen Eigenmittel der SAB zum Berichtsstichtag unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses aus dem aufgestellten Jahresabschluss 2018:

Eigenmittelstruktur (nach geplanter Gewinnverwendung)Eigenmittel in Mio. EUR
Eigenmittel (own founds)1.014,30
Kernkapital (TIER1 Capital)915,2
Hartes Kernkapital (Common equity TIER 1 capital)915,2
Als hartes Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente (capital instruments eligible as CET1 capital)500
Eingezahlte Kapitalinstrumente (paid up capital instruments)500
Gewinnrücklagen (retained earnings)68
Anrechenbarer Gewinn oder Verlust (profit or loss eligable)0
Kumuliertes sonstiges Ergebnis (accumulated other comprehensive income)0
Fonds für allgemeine Bankrisiken (funds of general banking risks)350
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (other intangible Assets)-2,8
Ergänzungskapital (TIER 2 Capital)99,1
Übergangsanpassung wg. Bestandsschutzregeln auf Instrumente des Ergänzungskapitals (transitional adjustments due to grandfathered T2 Capital instruments)69,3
Standardansatz: Generelle Kreditrisikoanpassungen (SA general credit risk adjustments)29,8

Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses 2018 wurden dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB 50,0 Mio. EUR zugeführt. Dies erhöht dessen Bestand auf 350,0 Mio. EUR (Vorjahr: 300,0 Mio. EUR). Den Vorsorgereserven nach § 340f HGB wurden 14,7 Mio. EUR zugeführt, so dass sich ein Bestand in Höhe von 197,0 Mio. EUR (Vorjahr: 182,3 Mio. EUR) ergibt.

Unter Berücksichtigung der Gewinnverwendung des aufgestellten Jahresabschlusses ergibt sich ein Kernkapital in Höhe von 915,2 Mio. EUR und ein Ergänzungskapital von 99,1 Mio. EUR.

Die SAB verwendet für die Berechnung der Eigenmittelanforderungen für Adressenausfallrisiken den Kreditrisiko-Standardansatz (KSA). Der Schwerpunkt des Kreditgeschäfts der SAB umfasst Kredite an Privatpersonen, Investoren und Unternehmen zur Förderung des Wohnungsbaus und an Banken im Durchleitungsverfahren im Rahmen der Wirtschaftsförderung sowie Kredite an Gebietskörperschaften und öffentliche Stellen. Die Kreditrisikostruktur ergibt sich aus den Förderaufgaben der Bank. Die SAB führt keine Handelsbuchpositionen im Bestand. Die Eigenmittelanforderungen für Operationelle Risiken werden nach dem Basisindikatoransatz ermittelt. Rohwarenpositionen werden nicht gehalten. Die SAB führt keine Verbriefungstransaktionen aus. Die Eigenmittelanforderungen für Marktrisiken aus der Währungsgesamtposition werden nach dem Standardansatz ermittelt. Interne Modelle kommen im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelberechnung nicht zum Einsatz.

In der nachfolgenden Übersicht wird die ermittelte Eigenmittelunterlegung per 31. Dezember 2018 auf Basis der Jahresabschlusszahlen in Mio. EUR dargestellt.

Adressenausfallrisiken – KreditrisikoEigenmittelanforderung inkl. Zuschlag für Zinsänderungsrisiken
Kreditrisiko-Standardansatz (inkl. Risiken aus Beteiligungswerten und CVAs)347,4
Adressenausfallrisiken – AbwicklungsrisikenEigenmittelanforderung
Abwicklungsrisiken im Anlagebuch0
Operationelle RisikenEigenmittelanforderung
Basisindikatoransatz44,2
MarktpreisrisikoEigenmittelanforderung
Standardansatz0
Eigenmittelanforderung SAB gesamtEigenmittelanforderung
Summe391,5

Da die nach dem Verfahren des Artikels 352 CRR berechnete Summe der gesamten Nettofremdwährungsposition der SAB 2 % des Gesamtbetrags der Eigenmittel der SAB unterschreitet und keine Goldpositionen bestehen, berechnet die SAB gemäß Art. 351 CRR keine Eigenmittelanforderung für das Fremdwährungsrisiko.

2.5.2. Finanzielle Leistungsindikatoren – Gesamtkapital- und Kernkapitalquote

Die Gesamtkapitalquote der SAB liegt per 31. Dezember 2018 über der Mindestquote von 13,875 %. Diese setzt sich zusammen aus der Eigenmittelanforderung in Höhe von 8 % gemäß Art. 92 Abs. 1 c) CRR, dem Kapitalerhaltungspuffer hartes Kernkapital in Höhe von 1,875 % und dem SREP Zuschlag in Höhe von 4 %. Die Kernkapitalquote liegt per 31. Dezember 2018 über der Mindestquote in Höhe von 10,875 %. Diese setzt sich aus 6,0 % für das Kernkapital gemäß Art. 92 Abs. 1 b CRR, 1,875 % für den Kapitalerhaltungspuffer, 3 % anteiliger SREP-Zuschlag, 0 % für den antizyklischen Kapitalpuffer (derzeit nicht vorhandene Auslandsrisikoaktiva für die entsprechenden Länder) zusammen. Die Kennzahlen wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Quoten nach geplanter GewinnverwendungGesamtkapitalquote in %Kernkapitalquote in %harte Kernkapitalquote in %
201820172018201720182017
Sächsische Aufbaubank – Förderbank –35,9533,9132,4429,8332,4429,83

Der Vorstand schätzt ein, dass die Geschäftsentwicklung 2018 unter Beachtung der aus dem anhaltend niedrigen Zinsniveau resultierenden Belastungen insgesamt günstig verlaufen ist.